Die Corona Epidemie/Pandemie ist global und sehr verheerend für die Wirtschaft. Allerdings pushed das Virus, offiziell genannt Covid-19, die Digitalisierung massiv. In diesem Artikel wird beschrieben wie das erfolgt. Wer noch interessante digitale Lösungen in diesem Zusammenhang kennt, bitte melden…

1. Impact von Corona und die Digitalisierung: Einfluss des Virus auf die externe Digitalisierung und die digitale Welt

1.1 Onlinetracker

Corona ändert vor allem die externe Digitalisierung und die digitale Welt. Wichtig ist vor allem zu Wissen, wieviele Infizierte es wo gibt (z.B. auch anhand der Geodaten). Hierzu gibt es den Onlintracker für Corona wie Worldometers.info. Zudem gibt es für die USA ein eigene Karte, die die Verbreitung anzeigt. Die Datenbasis der aktuellen Statistiken wird primär noch manuell erfasst. Allerdings liefern auch smarte Fieberthermometer die Datenbasis für die amerikanische Karte. Die südkoreanische Website Coronamap zeigt die Reisegeschichten von bestätigten COVID-19-Patienten. Des weiteren gibt es die israelische Firma Vocalis Health, die Corona an der Stimme erkennen kann.

Für Deutschland gibt es eine Visualisierung der aktuellsten Bettenkapazitäten.

1.2 Eindämmung des Virus durch Digitale Aktionen

1.2.1 Impfstoff

Wichtig zur Eindämmung ist vor allem die Entwicklung eines Impfstoffs. Die Firma CureVac ist hier vor allem zu nennen. Es ist eine ultra-interessante Firma, die einen Impfstoff per 3D-Drucker drucken will (die Firma wird noch in eigenen Artikeln, z.B. extra in der Übersicht der Digitalen Transformation, vorgestellt, da diese für die Digitalisierung in der Gentechnologie steht). CureVac war in der Presse sehr oft genannt, da der amerikanische Präsident Donald Trump anscheinend die Firma für 1 Milliarde kaufen wollte. Dies ist allerdings nicht erfolgt, bzw. es gibt unterschiedliche Aussagen, ob das Fake News waren oder nicht.

1.2.2 Hackathon

Die deutsche Bundesregierung hat einen Hackathon initiiert: #WirvsVirus. Dieser hatte das Ziel Lösungen gegen das Virus zu finden. Das gab großen Zuspruch und 28361 Teilnehmer, sowie 1924 Ideen. Diese sollen nun umgesetzt werden.

1.3 Eindämmung des Virus durch digitale Technologien

Wie wird der Virus durch digitale Technologien eingedämmt?

1.3.1 Suchmaschine

Mit Coronaita agiert in Südkorea „wie eine Suchmaschine“ für Informationen über von Coronaviren befallene Gebiete. Durch das verbesserte Informationsangebot soll der Virus eingedämmt werden.

1.3.2 Big Data

Die Firma Palantir will ihre Big Data Expertise in der Bekämpfung des Virus einbringen. Zudem basieren auch jetzt schon viele Webdienste, die Corona bekämpfen sollen, auf Datenerhebungen und Analysen. Zum Thema Corona und Big Data gibt es bei heise.de einen interessanten Artikel: Coronavirus: Mit Big Data die Pandemie in Schach halten.

1.3.3 Mobile

Mittels des Smartphone kann getrackt werden, wer schon infiziert ist. Hier gibt schon einige Smartphone Apps, wie z.B. die Corona 100m app in Südkorea.

Zum Tracking werden die Telekommunikationsfirmen in die Pflicht genommen, um Bewegungsprofile zu erstellen.

Die deutsche Bundesregierung, bzw. europäischen Regierungen starten einen eigenen Versuch mit der Corona-App auf Basis der Pepp-PT (Pan European Privacy Protecting Proximity Tracing) Technologie. Zudem gibt es auch einige Startups, die hier Apps anbieten. Eine Übersicht über alle Apps findet man auf Wikipedia: Coronavirus app.

1.3.4 Blockchain

Mit einer App auf Basis der Blockchain sollen Hamsterkäufe vermieden werden, bzw. die Angabe von lebensnotwendigen Materialen gesteuert werden. Dies ist noch in der Versuchsphase.

1.3.5 3D-Drucker

3D-Drucker werden genutzt, um Beatmungsgeräte herzustellen. So stellen aktuell Automobilfirmen wie Ford, GM in den USA Beatmungsgeräte her. Die 3D Konstruktionspläne werden von Medizintechnikfirmen bereitgestellt. In Deutschland stellt BMW Beatmungsgeräte per 3D-Druck her.

1.3.6 Cloud

Cloud/Cloud Computing wird elementar für die Firmen, v.a. die Kollaborationstools (s.u.).

Zudem gibt es im Zusammenhang mit verteiltem Rechnen die Möglichkeit, an der Suche an einem Impfstoff mitzuwirken. Mit Folding@home kann man die Rechenleistung seiner Hardware dafür bereitstellen. Wie man Mitwirken kann wird beschrieben bei heise.de: Anleitung: Mit Folding@home für die Suche nach Coronavirus-Medikamenten rechnen.

1.3.7 Chatbots

Manche haben auch extra einen Chatbot für Corona im Einsatz. Das Land Baden-Württemberg stellt hier den Chatbot COREY bereit.

1.3.8 Social Media

Und natürlich ist Social Media ein großes Thema. Hier wird unter dem Hashtag #WIRBLEIBENZUHAUSE alles gepostet, um das Leben zuhause trotz Corona schöner zu gestalten.

1.3.9 Kontaktloses Bezahlen / elektronisches Bezahlen

Das kontaktlose Bezahlen boomt mit Corona. Denn viele Einzelhändler nehmen nun sehr ungerne Bargeld an. So ist die Bezahlung per Karte nun vermehrt im Einsatz, bzw. viele Versandhändler können nun auf noch mehr elektronisches Bezahlen bauen.

2. Corona und die Digitale Transformation: Impact auf die interne Digitalisierung

Wie änder das Virus die Arbeitsweise von Firmen?

2.1 Belege nur noch elektronisch

In dem Firmen werden vor allem Belege nicht mehr auf Papier, sondern elektronisch bereitgestellt. Manche Firmen sind sogar schon richtig digital, indem die Belege komplett maschinell verarbeitet werden können. Digitale Signaturen (z.B. DocuSign oder SignRequest) helfen hier, die klassischen Unterschriften zu digitalisieren.

2.2 Meetings via Web

Meetings werden nun vor allem als Webmeeting umgesetzt. Dies mit Tools wie Zoom, Skype und Teams.

2.3 Elektronische Kollaborationstools

Elektronische Kollaborationstools wie Slack, JIRA, Confluence oder Sharepoint haben gerade eine sehr große Nachfrage.

2.4 New Work, Home Office, Personal, HR

Insbesondere New Work erfährt durch das Virus einen großen Schub. So soll man im Home Office arbeiten. Zudem werden Meetings nun per Web durchgeführt (s.o.).

2.5 Produktion

Die Produktion kann bei vielen Firmen nicht remote gefahren werden. Das sollte sich mit IOT, bzw. IIOT schnell ändern lassen. Zudem spielt der 3D-Druck eine immer wichtigere Rolle (s.o.).

2.6. Impact auf die Branchen

2.6.1 HealthTech, Digital Health, e-Health

HealthTech, Digital Health, e-Health bekommen einen massiven Schub in ihrer Entwicklung. Hier sieht man, dass es viel bringt, die Produkte „smart“ zu machen, wie bei den oben erwähnten Fieberthermometer. Des weiteren können nun gleich Use Cases für die Produktentwicklung genutzt werden und agil sehr schnell weiterentwickelt werden.

2.6.2 Unterhaltungsindustrie und Kunst

Die Unterhaltungsindustrie bietet – aufgrund des Verbots von Events – Konzerte, Theater und Lesungen im Internet an. In den Berlinern Clubs gibt es die Bewegung „United we stream„. Andere Städte in Deutschland gründen aktuell Ableger dieser Bewegung.

Zudem bieten viele Museen virtuelle Touren an.

2.6.3 Gastronomie

Nun zeigt sich in der Gastroszene die Vorteile von Home Deliveries. Es können zur Zeit keine Speisen in den Restaurants eingenommen werden. Deshalb sind Lieferdienste nun essentiell wichtig für Slow food Restaurants. So wird die Krise andere Angebote von GastroTech stark nach vorne bringen.

2.6.4 Retail

Auch für Retail (Einzelhandel) zeigt sich nun, wie wichtig Onlineshops sind. Denn der Einzelhandel darf aktuell nicht öffnen, wenn diese nicht systemrelevant sind (wie z.B. Lebensmittel). Jetzt zeigt sich, dass man schnellstens seine Produkte Online anbieten sollte. Zudem wird die Krise RetailTech stark nach vorne bringen.

2.6.5 Logistik

Einige Logistikunternehmen boomen aktuell (wenn diese die systemrelevanten Betriebe beliefern). Hier haben die Firmen enorme Vorteile, die frühzeitig auf Logistik 4.0 gebaut haben. Denn erst dadurch können die großen Schwankungen nach Transporten effizient gemanaged, getracked und schnellstens bereitgestellt werden.

2.6.6 Bildung

Viele Bildungsinstitute, die vorher keine digitalen Lösungen hatten, haben nun ernsthafte Probleme. Vor allem Schulen haben einen großen Wandel vor sich, da nun ausschließlich Heimunterricht/Home Schooling in ganz Deutschland umgesetzt wird. Trotz dem Digitalpakt für Schulen hat die Krise die Bildungsinstitute unerwartet tief getroffen. Der Digitalpakt wurde kaum abgerufen und zudem wurde vor allem in Hardware investiert. Viele denken auch noch primär elektronisch, indem Materialien eingescannt und per Email verschickt werden. Erfolgsversprechender sind hier wirklich digitale Dokumente, Webmeetings, Online Tutorials, Online Lernplattformen (wie Moodle), etc. . Bis das flächendeckend implementiert ist, wird noch viel Zeit ins Land gehen. Allerdings hat die aktuelle Bundesregierung hier schon den Handlungsbedarf erkannt und z.B. Online Tutorials initiiert.

Universitäten arbeiten da schon digitaler. Einige Universitäten können schon ihre Bildungsangebote komplett digital anbieten.

2.7 Kryptowährungen

Aktuell bleiben die Kryptowährungen, wie z.B. Bitcoin oder IOTA, hinter den Erwartungen zurück.

  • Bitcoin: Bitcoin hat sich, nach Meinung vieler, mittlerweile als Geldersatz verabschiedet und gilt nun als „digitales Gold“. Hier war die Erwartungshaltung, dass der Bitcoinpreis beim Crash steigt oder zumindest gleich bleibt als sogennannter Store of Value (SoV). Jedoch ist der Preis auch um ca. 35% eingebrochen (von ca. 9.000 EUR Mitte Februar auf aktuell ca. 6.000 EUR Anfang April).
    • Das vor allem auch im Hintergrund, dass Goldläden auch schließen mussten und der Erwerb von physischem, klassischen Gold, nicht mehr möglich war.
    • Nahezu alle Staaten massiv Geld in die Märkte pumpen, um keine Deflation zu erhalten, d.h. um eine Inflation zu erreichen. Somit wäre eine Flucht in „sicherere“ Sachwerte wie Immobilien, Gold, etc. zu erwarten gewesen. Allerdings ist dies nicht erfolgt.

Die Argumentation dahinter ist, dass wir – entgegen der Hoffnungen der Zentralbanken – schon in einer Deflationsphase sind. Das bedeutet, die Preise sacken kurz ab und steigen dann massiv. Das Fiatgeld wird immer weniger wert. So sind bald wieder höhere Bitcoin Preise zu erwarten. So ist das zumindest beim klassischen Gold aktuell der Fall.

  • IOTA: Auch andere Kyrptowährungen wie IOTA, die eher als Geldersatz antreten, konnten aktuell nicht mit einer größeren Nutzung punkten. Wahrscheinlich liegt hier die Ursache noch an der fehlenden Marktdurchdringung, d.h. Kryptowährungen sind immer noch ein Teil einer winzigen Nutzerbasis.

3. Ausblick

Mit den aktuellen Entwicklungen lässt sich Voraussehen, dass durch Corona die Digitalisierung starkt gepushed wird.

4. Siehe auch

Warum ist das interessant für Chief Digital Officer (CDO)?
Dieses Thema ist interessant für Chief Digital Officer (CDO) in healthcare, HealthTech, life sciences, etc. . Vielleicht können CDOs anderer Branchen dadurch inspiriert werden.
Siehe auch (Glossar Digital Health): Siehe auch (Glossar Externe Digitalisierung): Siehe auch (Glossar Interne Digitalisierung): Siehe auch (Glossar Big Data): Siehe auch (Glossar Cloud): Siehe auch: Siehe auch (Glossar Kryptowährung): Siehe auch (Glossar New Work): Siehe auch (Glossar 3D Druck): Siehe auch (Glossar Mobile): Siehe auch (Glossar Digital Mindset)):

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Mein Name ist Jan Puder (LinkedIn Profil Jan Puder). Ich bin Gründer und CEO der BusinessTech-Company. Ich und die BusinessTech-Company wollen die digitale Frontier pushen. Das ist der Grund, warum ich diese Website gestartet habe. Ich will Informationen über das Digitale Business bereitstellen, vor allem für Chief Digital Officer.
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