Jedes Unternehmen hat seinen eigenen Weg mit der Digitalisierung umzugehen. Aber was bedeutet die Digitalisierung für global agierendes Versicherungsunternehmen wie die Allianz? Und vor allem was bedeutet es für deren Kunden?

CDO/CTO

Bis Juni 2018 war es Solmaz Altin, der den Allianz CDO-Posten (Chief Digital Officer) in den vorausgegangenen zwei Jahren besetzte. So konnte er in dieser Zeit den Grundbaustein für die Umsetzung der digitalen Entwicklung der Allianz legen. Ivan de la Sota erhielt im April 2018 die Verantwortung für die Position des Chief Business Transformation Officers. Er strebt noch weitere Fortschritte und Veränderungen im Bereich der Digitalisierung an. Sein Ziel dabei ist es, die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben sowie auch weitere Innovationen ins Leben zu rufen.

Warum sollte sich die Allianz und der Allianz CDO mit der Digitalisierung beschäftigen?

In Verbindung mit der Erkenntnis, dass sich auch die Erwartungshaltung der Kunden hinsichtlich der Leistungen verändert hat, fiel auch der Beschluss der Allianz sich entsprechend anzupassen. Zuerst fokussierte man die Verbesserung der Dienstleistungen. Generell konzentrierte man sich auch auf die Senkung der Kosten. Dies insbesondere mit Blick auf die verschiedenen Kontaktpunkte der Customer Journey sowie auch bei der Bearbeitung von Schäden.

Im Hinblick auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter selbst, besteht bei der Allianz noch Potential. Gerade was das Wissen über die Digitalisierung und den damit verbundenen Veränderungen anbelangt. Um sich hier noch zu verbessern, werden verschiedene Trainingsprogramme angeboten. Vor allem die im Rahmen ihrer Corporate University werden immer mehr Trainingsmöglichkeiten bereitgestellt, welche sich mit dem digitalen Wandel beschäftigen. In diesem Zusammenhang entwickelte die Allianz auch eine dreiteilige Strategie, die alle Mitarbeiter im Digitalisierungsprozess unterstützen soll. So haben diese beispielsweise uneingeschränkten Zugriff auf mehr als 11000 Kurse, die auf der Plattform LinkedIn Learning zur Verfügung stehen.

Digitale Tochtergesellschaften

Zu den digital ausgerichteten Tochtergesellschaften der Allianz gehört zudem die Allianz Technology SE. Dies ist ein weltweit agierendes sogenanntes „Shared-Services“-Unternehmen, was bedeutet, dass hier gleichartige Prozesse innerhalb eines Unternehmens an einer Stelle gebündelt und entsprechend bearbeitet werden. Die Allianz Technology SE übernimmt für den Mutterkonzern Dienstleistungen aus dem IT-Bereich ebenso wie Prozesse, die aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit resultieren, oder mit anderen Dienstleistungen in Verbindung stehen. Im Fokus steht dabei sowohl die Optimierung als auch die digitale Transformation von IT-Infrastruktur und den IT-Services.

Des Weiteren hat die Allianz 2016 die Global Digital Factory ins Leben gerufen. Die Global Digital Factory arbeitet mit Allianz-Unternehmen auf der ganzen Welt zusammen und hilft ihnen bei der Umsetzung der Digitalisierung im Tagesgeschäft sowie auch bei der Verbesserung der Kundenzufriedenheit und der Steigerung von Effektivität und Effizienz. Durch die Factory kann den Kunden zudem dabei geholfen werden digitale Veränderungen der Finanz- und Versicherungsprodukte besser zu verstehen und zu erleben. Mithilfe der Global Digital Factory kann sichergestellt werden, dass auch ein Unternehmen mit einer so großen globalen Reichweite stets die Bedürfnisse der verschiedenen Kunden im Fokus behalten kann. Mit einem Team aus digitalen Experten lebt die Global Digital Factory den digitalen Wandel und geht allen anderen Allianz Unternehmen als Vorreiter-Beispiel voraus.

Mehr zur Global Digital Factory findest du auch in dem nachfolgenden Video.

Acceleratoren/Incubatoren

Innerhalb des Allianz Digital Accelerators arbeitet man an neuen Möglichkeiten, um einerseits im Hinblick auf das aktuelle Leistungsangebot noch Mehrwerte zu schaffen, andererseits aber auch neue Geschäfte in der Versicherungsbranche zu etablieren. Die Entwicklung entsprechender Möglichkeiten beeinflusst das unternehmerische Handeln auf globaler Ebene und verbessert zugleich auch die Bedingungen der Allianz-Kunden auf der ganzen Welt.

Auch die Allianz X ist ein Tochterunternehmen des Allianz-Konzerns. Diese kann als „Investment-Einheit“ der Allianz bezeichnet werden, da sie für alle Investitionen verantwortlich ist, die mit der Digitalisierung in Verbindung stehen. Es wird beispielsweise in das Wachstum von digitalen Unternehmen investiert, die dem wirtschaftlichen Ökosystem der Versicherungsbranche zugeordnet werden können. Ihr Ziel ist die Identifikation der digitalen Spitzenreiter. Anschließend soll in diese investiert werden, diese für das strategische Vorgehen der Allianz-Gruppe von Bedeutung sind.

Social Media

Bei einer Umfrage von FTI Consulting in 2017 konnte sich die Allianz an die Spitze des Top-10-Rankings setzten. Dabei ging es um den Einsatz und die Nutzung der Sozialen Medien der 30 DAX-Unternehmen. Die Allianz konnte gut abschneiden, da diese in fast allen bekannten Social Media-Kanälen wie z.B. YouTube, Instagram oder auch LinkedIn vertreten war.