Jessica Federer ist in ihrer Position des Bayer CDO bereits seit 2014 für die digitale Entwicklung des Unternehmens verantwortlich. Sie wird daher auch oft als „Head of Digital Development“ bezeichnet. Als junge Frau steht sie in ihrer Rolle als Bayer CDO sowohl für Offenheit als auch für Veränderung.

Zusammen mit drei Mitgliedern des Konzernvorstands und einigen Vertretern aus der IT- und Datenschutzbranche wurde der „Digital Excellence Council“ gegründet. 2016 kam es zu einem Wechsel in der oberen Managementebene. Daniel Hartert, der CIO des Unternehmens, hat daher mit dem Austritt von Jessica Federer (Januar 2017) die Verantwortung der CDO-Aufgaben übernommen.

Warum sollte sich Bayer und der Bayer CDO mit der Digitalisierung beschäftigen?

Als Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie sieht Bayer die Digitalisierung als eine Chance an. Bayer will seinen Kunden dadurch einen noch größeren Mehrwert (Added Value) bieten. Um gemeinsam Ideen sowie auch neue Produkte oder auch Software zu entwickeln, arbeitet Bayer mit SAP zusammen. Das Handeln des Bayer-Konzerns steht generell unter dem Motto: „Wissenschaft für ein besseres Leben“. Das Ackerland geht weiterhin zurück, während die Bevölkerung ständig zunimmt. Gerade in solchen Fällen sieht sich Bayer als einen Anbieter von digitalen und innovativen Lösungen für die Landwirtschaft (auch: Landwirtschaft 4.0) und will entsprechenden Probleme entgegenwirken.

Digitale Projekte

Mit dem Open Innovation Hub hat sich Bayer einen Ort geschaffen, an welchem Wissenschaftler sich der Suche nach neuen Technologien widmen können. Die Suche nach neuen Lösungen richtet sich insbesondere auf die wirksame Behandlung von Krankheiten im Bezug auf Menschen, Pflanzen und Tiere. Dies wird auch in der Aussage des Vorstandssprechers für Innovation – Kemal Malik – noch einmal deutlich: „Innovation ist Teil unserer DNA“. Und auch im Bayer-Leitbild ist dies, wie bereits angesprochen, enthalten: „Wissenschaft für ein besseres Leben“.

Eine weitere Besonderheit ist auch das neu gegründete Startup „myAgro“. Mit diesem soll z.B. Bauern aus Afrika geholfen werden, Schritt für Schritt kleine Geldbeträge einzusparen. Dies wird durch ein optimiertes Finanzierungsmodell mithilfe einer Eigenfinanzierung über eine mobile Plattform ermöglicht. Mit dem auf diesem Wege eingesparten Geld können die Bauern Samen, Düngemittel oder Ähnliches kaufen, was sie für ihre Arbeit benötigen.

Accelerator/Incunbators

Bayer bietet zudem das Accelerator-Programm „Grants4Apps“. Mit diesem Programm hilft und unterstützt man Gründer von Startups im Gesundheits- und Pflegebereich sowie auch Entwickler von Apps in diesem Bereich.

Mit dem CoLaborator hat Bayer auch einen Inkubator für Unternehmer und junge Life-Science-Unternehmen ins Leben gerufen. Was alle diese Unternehmen teilen ist die Vision Krankheiten im Hinblick auf Menschen, Tiere und Pflanzen zu bekämpfen. Durch den Inkubator können sie Labore sowie auch andere Büroinfrastruktur nutzen und erhalten Zugang zu Forschungsexpertise und fachlichen Knowhow.

Social Media

Ein Teil der Bayer-Website ist zu einem Social Media Room geworden. Hier werden News und Posts aller Subchannels bereitgestellt. Dadurch können Interessenten oder auch andere Stakeholder kontinuierlich auf dem Laufenden gehalten werden, was gerade hinsichtlich digitaler Innovationen und unternehmerischen Veränderungen sinnvoll ist. Zudem stellt Bayer auf dem unternehmenseigenen Youtube– oder auch Twitterkanal Informationen für (potenzielle) Bewerber, die sich über Bayer als Arbeitgeber informieren möchten. So kann das Unternehmen eine gewisse Nähe aufbauen, was vor allem im Hinblick auf Follower und die Attraktivität der Stellenausschreibungen von Vorteil ist.