CDO

Martin Böhm ist bereits seit 2007 bei Beiersdorf tätig. Im August 2017 übernahm er die Beiersdorf CDO Position und ist auch heute noch für die digitale Transformation von Beiersdorf zuständig. Dadurch, dass er bereits seit elf Jahren im Unternehmen tätig ist, hat er viel Berufserfahrung und verfügt zudem über Wissen im Bereich Data, Analytics und Marketing. Diese Aspekte in Verbindung mit seinem kreativen Verstand machten ihn zu einem der „The NEXT 50“ des Internationalist‘s. „The NEXT 50“ ist eine Gruppe bestehend aus ausgewählten Marketing-Talenten, von welchen man denkt, dass sie die Branche in Zukunft stark durch ihren Einfluss prägen werden.

Die wesentliche Frage ist jedoch:
Nutzt Beiersdorf die Digitalisierung und ihre Chancen um diese im Hinblick auf die Strategie, die Technologie und die Organisation des Unternehmens optimal umzusetzen?

Warum sollte sich Beiersdorf und der Beiersdorf CDO mit der Digitalisierung beschäftigen?

Durch die Digitalisierung werden bei Beiersdorf viele Veränderungen hervorgerufen. Eines jedoch bleibt unverändert: der Kern einer jeden Marke. Im Hinblick auf den Beiersdorf-Konzern gilt, dass zumeist eher die Tochterfirmen, die i.d.R. gleich benannt sind wie die Marken (z.B. Nivea), bei den Verbrauchern bekannt sind. Die Umsetzung einer konsequenten Markenstrategie und die Kommunikation über Marken und Tochterfirmen wird sich daher auch im Zuge der Digitalisierung nicht verändern. Für die Kunden muss nach wie vor klar sein, für was eine Marke steht und auch die Qualität muss das Niveau halten. Mit der Unternehmensstrategie „Blue Agenda“ stellt Beiersdorf klare Ziele vor, die im Hinblick auf die Digitalisierung bis 2020 erreicht werden sollen. Hierbei wurde jedoch keine grundlegend neue Strategie entwickelt. Hauptsächlich ging es darum die bisherige Markenstrategie in eine digitale Strategie zu transformieren.

Andererseits müssen wir ehrlich feststellen, dass Beiersdorf als eines der kleineren DAX-Unternehmen und mit einem geringeren Fokus auf die Endkunden noch große Defizite ich Hinblick auf den digitalen Fortschritt sowie bei digitalen Aktivitäten aufweist.

Digitale Tochtergesellschaften

Im August 2018 gründete Zhong Xiao sein eigenes Startup innerhalb des Beiersdorf-Konzerns: Die Wingman-Studios (weitere Informationen findest du hier). Dazu nutzte er eine bereits bestehende aber „brachliegende“ Marke und baute diese neu auf. In Zukunft plant Xiao, die Studios als Incubator für seine (Parfüm-)Marke „Gammon“ zu nutzen.

Digital Accelerator/Incubator

Zusammen mit Unternehmen wie Edeka oder der HSH Nordbank ist Beiersdorf einer der Investoren des Next Commerce Accelerator (NCA). Dieses Acceleratorenprogramm dauert sechs Monate. Mit diesem Programm werden frei nutzbare Büroräumlichkeiten sowie auch ein erfahrenes Netzwerk angeboten. Darüber hinaus gibt es individuelle Betreuung und auch finanzielle Unterstützung, sofern die Startups bereit sind einen bestimmten Anteil an ihrem Unternehmen dafür einzutauschen.

Beiersdorf ist auch Partner des HighTech Startbahn Incubators (Erklärung: Incubator). Mit diesem werden Startups, Wachstumsunternehmen, Industriepartner, Investoren sowie öffentliche Partner und die Wissenschaft unterstützt. Startups erhalten insbesondere Unterstützung bei strategischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Darüber hinaus können sie Hilfe bei der Erstellung ihrer Businessplänen oder bei der Beschaffung notwendiger Mittel erhalten.

Social Media

Beiersdorf sagt über sich selbst, dass sie sich von der B2C-Kommunikation wegbewegen und eher eine H2H-Kommunikation umsetzen wollen. H2H steht für Human-to-Human. Auch deshalb setzten sie in der Nivea-Werbung immer mehr Influencer-Marketing anstatt auf klassische Werbung. Durch die Zusammenarbeit mit den Influencern soll mit „Nivea“ beispielsweise Offenheit, Authentizität und Originalität vermittelt werden. Diese Werte sollten die Influencer daher auch zwingend mitbringen, um die Marke repräsentieren zu können.